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| Die Grundsätze der Gültigen
Handlung
Einleitung
In einer Zeit schwindelerregender Veränderungen finden sich
immer mehr Menschen vor die Frage gestellt: Nach welchen Bezugspunkten
soll ich mein Leben ausrichten? Worauf sollen wir uns beziehen,
wenn für viele Gott gestorben ist, wenn die gesellschaftlichen
Vorbilder genauso von der Orientierungslosigkeit ergriffen werden
wie wir selbst, wenn die "vernünftigen Lösungen"
des Rationalismus die Zukunft nicht mehr zu erhellen vermögen?
Die Grundsätze der gültigen Handlung, welche hier beschrieben
werden, zeichnen ein zusammenhängendes Bild von Gesetzmässigkeiten
des Lebens. Sie beschreiben eine Logik, die wir in unseren tiefsten
Empfindungen wiedererkennen können. Sie sollten nicht als moralische
Verhaltensregeln oder beurteilender Massstab verstanden werden.
Vielmehr können sie zum Verständnis des Lebens und zur
Verstärkung der Richtung und des Sinns im eigenen Leben dienen.
Wenn wir die Grundsätze in ihrer Gesamtheit und nicht isoliert
verstehen, so können sie in uns einen inneren Bezugspunkt erzeugen,
der uns erlaubt unser Leben auch in noch so turbulenten Veränderungsprozessen
in Richtung der Überwindung von Schmerz und Leiden auszurichten.
Die 12 Grundsätze der Gültigen Handlung
Wenn die innere Offenbarung uns wie ein Blitz trifft, so ändert
das unsere Einstellung dem Leben und den Dingen gegenüber vollkommen.
Wenn du den einzelnen Schritten langsam folgst und dabei sorgfältig
über das nachsinnst, was gesagt wurde und was noch zu sagen
bleibt, so kannst du die Sinnleere in Sinn verwandeln.
Es ist nicht gleichgültig, was du mit deinem Leben machst.
Dein Leben, das Gesetzmässigkeiten unterworfen ist, ist vor
verschiedene Möglichkeiten gestellt, unter denen du auswählen
kannst.
Ich spreche zu dir nicht von Freiheit, sondern ich spreche zu dir
von Befreiung, von Bewegung und Prozess. Ich spreche zu dir von
Freiheit nicht als etwas Gleichbleibendem, sondern davon, sich selbst
Schritt für Schritt zu befreien - so wie sich einer, der sich
seiner Stadt nähert, vom zurückgelegten Weg befreit. "Was
man tun soll" hängt dann nicht mehr von einer fernen,
unverständlichen und herkömmlichen Moral ab, sondern von
Gesetzmässigkeiten: Gesetzen des Lebens, des Lichtes und der
Entwicklung. Hier sind die so genannten "Grundsätze",
die bei der Suche nach der inneren Einheit helfen können: |
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1. Grundsatz der Anpassung
"Wenn man sich der Entwicklung der Dinge entgegenstellt, geht
man gegen sich selbst vor." |
2. Grundsatz der Wirkung
und Gegenwirkung
"Wenn du etwas zu erzwingen versuchst, so erzeugst du das Gegenteil."

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3. Grundsatz der angebrachten Handlung
"Wiedersetze dich nicht einer grossen Kraft. Weiche zurück,
bis sie schwächer wird, dann aber gehe mit Entschlossenheit
voran."
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4. Grundsatz der Proportion
"Es ist gut, wenn die Dinge zusammen und nicht
vereinzelt wirken." |
5. Grundsatz der
Zufriedenheit
"Wenn für dich Tag und Nacht, Sommer und Winter gleich
gut sind, hast du die Widersprüche überwunden."

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6. Grundsatz des Genusses
"Wenn du dem Vergnügen nachjagst, fesselst du dich ans
Leiden. Solange du jedoch deiner Gesundheit nicht schadest, geniesse
unbefangen, wenn sich die Gelegenheit
dazu bietet." |
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7. Grundsatz der unmittelbaren Handlung
"Wenn du einem Ziel nachjagst, machst du dich unfrei. Wenn
du allem, was du tust, so nachgehst, als ob es ein Ziel in sich
selbst wäre, befreist du dich." |
8. Grundsatz
der verstandenen Handlung
"Deine Konflikte werden dann verschwinden, wenn du sie aus
ihrem letzten Grund heraus verstehst, und nicht, indem du sie lösen
willst."

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9.Grundsatz
der Freiheit
"Wenn du anderen schadest, bleibst du unfrei. Solange du aber
anderen nicht schadest, kannst du in Freiheit tun, was immer du
magst." |
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10. Grundsatz der Solidarität
"Wenn du andere so behandelst, wie du selbst behandelt werden
möchtest, befreist du dich." |
11.
Grundsatz über die Ablehnung der Gegensätze
"Es kommt nicht darauf an, auf welche Seite dich die Ereignisse
gestellt haben. Wichtig ist für dich, zu begreifen, dass du
selbst keine Seite gewählt hast."
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12. Grundsatz über die Ansammlung der
Handlungen
"Die widersprüchlichen oder einheitlichen Handlungen sammeln
sich in dir an. Wenn du deine Handlungen innerer Einheit wiederholst,
kann dich nichts mehr aufhalten."
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| Du wirst wie eine Naturgewalt
sein, der keinerlei Widerstand auf ihrem Weg begegnet. Lerne zu unterscheiden,
dass eine Schwierigkeit, ein Problem oder ein Hindernis nicht dasselbe
sind wie innerer Widerspruch. Während Probleme dich zu bewegen
oder gar anzuspornen vermögen, lähmt der Widerspruch und
hält dich in einem Teufelskreis gefangen. Wann immer du eine
grosse Kraft, Freude und Güte in deinem Herzen findest, wann
immer du dich frei und ohne Widersprüche fühlst, so danke
augenblicklich in deinem Innern dafür. Wenn dir das Gegenteil
widerfährt, dann bitte vertrauensvoll, und jene Dankbarkeit,
die du in dir angesammelt hast, wird zu deinem Nutzen verwandelt und
verstärkt zu dir zurückkommen. |
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